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Die geschichtliche Seite von Heilig Geist / Obermichelbach


Im Mittelalter gehörte Obermichelbach zur Pfarrei Herzogenaurach. Kurz vor 1337 schenkte Philipp von Brauneck, Archidiakon der Würzburger Domkirche, die Pfarrei Herzogenaurach Gisela von Brauneck, Äbtissin des Klosters der Benediktinerinnen in Kitzingen. Diese trat die Pfarrei am 13. Juni 1337 an das von dem Nürnberger Bürger Konrad Groß gestiftete Heilig-Geist-Spital in Nürnberg ab.

Zu dieser Zeit muss es in Obermichelbach bereits eine Filialkirche der Pfarrkirche Herzogenaurach gegeben haben, die nun zusammen mit der Mutterkirche mit allen Rechten und Einkünften an das Spital überging. Um 1350 wird die Kirche in Obermichelbach im Kleinen Registerbüchlein des Heilig-Geist-Spitals zum ersten Mal genannt.

Mit der Einführung der Reformation im Fürstentum Brandenburg-Ansbach wurde Obermichelbach, das der Brandenburg-Ansbacher Landesherrschaft unterstand, evangelisch.

Zur gleichen Zeit hatte in Nürnberg der Rat der Stadt das Heilig-Geist-Spital in seine Hand gebracht, damit auch die Rechte über die Obermichelbacher Kirche, die nun evangelisch wurde, während die Mutterkirche in Herzogenaurach katholisch geblieben war.

Im Jahr 1614 wurde Obermichelbach selbstständige Pfarrei. Damals dürften Obermichelbach Rothenberg und Untermichelbach als Sprengelorte zugewiesen worden sein.

Zu dieser Zeit war die Pfarrkirche dem heiligen Jakobus geweiht, dem Schutzpatron der Pilger und Straßenbenützer, da Obermichelbach an einem alten Fernverkehrsweg lag.

Im Dreißigjährigen Krieg ging diese Jakobus Kirche durch einen Brand zugrunde. Am 18. August 1660 wurde sie nach ihrem Wiederaufbau als Heilig-Geist-Kirche neu geweiht.

Bis 1698 hatte sich dann in Veitsbronn-Obermichelbach der Status einer dauerkombinierten Doppelpfarrei herausgebildet. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg kam es in Obermichelbach aufgrund der starken Zunahme der Einwohner zunächst zur Errichtung eines Pfarrvikariats, dann nach wiederholten Vorstößen des Kirchenvorstandes seit den siebziger Jahren ab dem 1. Januar 1997 zu einer eigenen Pfarrstelle in Obermichelbach.

Was die Heilig Geist Kirche als Bauwerk betrifft, so stammen die ältesten Gebäudeteile der heutigen Kirche wohl aus dem um 1350 genannten Kirchengebäude, das bereits vor 1337 errichtet worden sein musste.

Die Heilig Geist Kirche steht in der alten Dorfmitte in einem ummauerten Friedhof. Es handelt sich um eine Chorturmkirche, die wehrkirchenartigen Charakter besitzt. Zusammen mit dem ummauerten Kirchhof bildete sie in mittelalterlicher Zeit einen wichtigen Schutz der Bevölkerung.

Nach einer grundlegenden Innen- und Außensanierung wurde die Heilig Geist Kirche am 1.Advent im Jahr 2002 vom damaligen Nürnberger Regionalbischof Dr.Röhlin feierlich wiedereröffnet.

Die Evangelische Kirchengemeinde dankt der politischen Gemeinde Obemichelbach, der Bayrischen Landeskirche und allen freiwilligen Helferinnen und Helfern vor Ort für die großartige Unterstützung während und nach der Zeit der Kirchensanierung!

So ist die Heilig Geist Kirche heute wieder ein attraktives Wahrzeichen für Obermichelbach.

Die jahrhundertealte Inschrift der Heilig Geist Kirche grüßt all ihre Besucher mit dem Wort des Propheten Jeremia: "Wenn ihr mich von ganzem Herzen suchen werdet, so will ich mich von euch finden lassen, spricht der Herr!" (Jeremia 29:13.14)

Weitere Informationen zur Heilig Geist Kirche und zur Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde Obermichelbach finden Sie im Internet unter www.obermichelbach.net und im Obermichelbacher Kirchenführer von Helmut Mahr, erhältlich im Pfarramt.

Stand: 14.02.2007


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